Teil eines Werkes 
6. Theil (1832)
Entstehung
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Brav, mein ehrlicher Angelſachſe! Sage, ich bitte dich, meinen Sklaven, daß ſie mich entwaffnen ſollen; und wenn du ſelbſt deine Waffen als Gemeiner von der Leibwache ablegeſt, ſo ſage ihnen, daß ſie nur noch zwei Tage unter einem Manne ſtehen werden, welchen das Schickſal für eine ſeiner würdigere Stelle beſtimmt hat.

Hereward verließ ſich nicht auf ſeine Stimme, um auf dieſe Rede in einem ſo entſcheidenden Augenblicke zu antworten, und unter einer tiefen Verbeugung ge⸗ gen ſein Oberhaupt eilte er in ſein Zimmer in den Caſernen.

Sobald er hineintrat, grüßte ihn Graf Robert mit frendigem Tone und lauter Stimme, als ob er nicht mehr befürchtete gehört zu werden, obwohl die Klug⸗ heit ihm mehr Vorſicht hätte anrathen ſollen.

Haſt du ſie gehoͤrt, mein theurer Hereward? ſchrie er; haſt du den Aufruf vernommen, durch welche jene Griechiſche Autilope mich herausfordert zum Kampfe mit ſcharfen Lanzen und auf drei Gänge mit wohlge⸗ ſchliffenen Schwertern 2 Indeſſen iſt es ſehr ſonderbar, daß er es nicht für ſicherer hält mit der Gräfin zu kämpfen. Er glaubt vielleicht daß die Kreuzfahrer ein ſolches Gefecht nicht erlauben würden. Aber bei un⸗ ſerer lieben Frauen von den gebrochenen Lanzen! er weiß nicht, daß die Männer des Abendlandes ebenſo eiferſüchtig auf den kriegeriſchen Ruf ihrer Weiber ſind, als auf den ihrigen. Ich habe den ganzen Abend