Teil eines Werkes 
5. Theil (1832)
Entstehung
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108 ten, gehoͤrt hatten, natuͤrlich und ſelbſt vielleicht zu entſchuldigen war, wenn ſie ſich Rachegedanken über⸗ ließen.

Aber der Klang, welchen er hoͤrte, glich einem re⸗ gelmäßigen Aufrufe. Es war kein verworrenes Ge⸗ ſchmetter von Trompeten und Klarinetten, welches die Einnahme einer Stadt begleitet und verkuͤndigt, wann die Schreckniſſe des Sturmes noch nicht dem ſtrengen Frieden gewichen ſind, welchen die des Mor⸗ dens müden und beutebeladenen Sieger endlich den unglücklichen Einwohnern bewilligen. Welches aber auch der Grund jenes ungewöhnlichen Zeichens ſeyn konnte, Hereward mußte ihn wiſſen. Er trat daher in eine große Straße in der Naͤhe der Caſernen, von wo der Schall herzukommen ſchien; und in der That hatte er auch noch andere Urſachen dieſen Weg einzuſchlagen.

Die Einwohner dieſes Stadtviertels ſchienen von jenem kriegeriſchen Zeichen nicht beunruhigt. Der Mond erhellte die Straße, welche der rieſenhafte Schatten der Thuͤrme von der heiligen Sophienkirche durchkreuzte, welche die Unglaͤubigen zu ihrer Haupt⸗ moſchee gemacht haben ſeit der Eroberung dieſer Stadt. Niemand erſchien in den Straßen, und wenn ſich Je⸗ mand an ſeiner Thuͤre oder ſeinem Fenſter zeigte, ſo ſchien ſeine Neugierde ſchnell befriedigt, denn er zog ſich alsbald zuruͤck und verſchloß ſich in ſein Haus. Hereward erinnerte ſich unwillkuͤhrlich der Sagen,