Teil eines Werkes 
19. Band, Redgauntlet : eine Erzählung aus dem 18. Jahrhundert : 5. Bändchen (1826)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

111

Und was weiter? ſagte Ewart raſch.

Blos das; wenn ihr, anſtatt Euch an den Damm zu legen, mit Euren Leuten am Ruder, Euer Boot jezt gleich wieder an Vord bringt, und aufkein Signal vom Ufer aus achtet, dann, beim Himmel, Nanty, mache ich einen Mann aus Euch urs ganze Leben. Ho, ho, der Jakobineradel iſt alſo nicht ganz ſo ſicher, als er glaubd! ſagte Nanty.

In einer Stunde oder zwei werden ſſe noch ſiche⸗ rer im Schloß zu Carlisle ſich befinden, erwiederte Niron.

Den Teufel werden ſie! ſagte Ewart;und Ihr ſeyd wohl der Angeber geweſen?

Ja, ich bin ſchlecht bezahlt worden, fuͤr meine Dien⸗ ſte unter den Redgauntlets, kaum Hundefutter habe ich bekommen, und bin ſchlechter behandelt worden, als ein Hund. Ich habe den alten Fuchs und ſeine Jungen nun in einer Falle, und wir wollen nun ſehen, wie eine gewiße junge Dame dazu ſehen wird. Ihr ſeht, ich bin offen gegen Euch, Nanty.

Und ich will nicht weniger offen ſeyn ſagte der Schmuggler;Ihr ſeyd ein verfluchter, alter Verräther, ein Verrätheran dem Manne, deſſen Brod ihr gegeſſen habt! Ich ſollte arme Teufel betruͤgen helfen, der ich ſelbſt ſo oft betrogen worden bin! Nein, und wenn hundert Päpſte, Teufel und Prätendenten da wären. Ich will zuruͤck, und ſie von der Gefahr benachrichtigen, ſie lind ein Theil der Ladung, richtig bemerkt in der Faftura, von den Schiffsherrn mir anver⸗ traut, ich will zuruͤc

Seyd ihr denn ganz koll? ſagte Niron, der nun ein⸗ ſah, daß er ſich verrechnet hatte, wenn er glaubte, Nan⸗ tys rohe Begriffe von Ehre und Rechtlichkeit könnten durch Fränkungen oder durch ſeinen proteſtantiſchen Eifer er⸗ ſchüttert werden.Ihr ſollt nicht zurückgehen, alles iſt ein Scherz.

Ich gehe zuruͤck zu Redgauntlet, und will ſehen, ob er uͤber den Scherz lacht.