Teil eines Werkes 
19. Band, Redgauntlet : eine Erzählung aus dem 18. Jahrhundert : 5. Bändchen (1826)
Entstehung
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Am folgenden Morgen gieng mein Oheim aus, und kehrte erſt nach einigen Stunden zuruck. Unter⸗ deſſen hatte ich keine andere Unterhaltung, als auf das mannigfache Geraͤuſch zu hoͤren, das auf einander folgte, oder verwirrt durch einander den ganzen Mor⸗ gen über herrſchte. Ich hatte Paris fuͤr die geräͤuſch⸗ vollſte Hauptſtadt in der Welt gehalten, aber Paris ſchien in Vergleich mit London eine ſchweigende Mit⸗ ternacht. Kanonen donnerten nah und fern, Trom⸗ meln, Trompeten und militaͤriſche Muſik jeder Art, toͤnten ohne Unterlaß durch einander. um das Con⸗ cert vollſtändig zu machen, klangen auch ohne Unter⸗ laß die Glocken von hundert Thuͤrmen. Von Zeit zu Zeit hoͤrte man den Zuruf einer unermeßlichen Men⸗ ſchenmenge, gleich dem Toſen des Meers, und bei allem dem war ich nicht im Stande, mir den gering⸗ 1 Begriff von dem zu machen, was vorgieng, denn

e Fenſter unſers Zimmers giengen auf einen großen Hinterhof. Meine Neugierde ſtieg ungemein, denn ich wurde endlich gewiß, daß eine Feſclichkeit vom erſten Range ſolch ein immerwaͤhrendes Getoͤs verurſache.

Mein Oheim kam endlich zuruͤck, und mit ihm ein Mann von einem ſonderbar abſtoßenden Aeußern. Ich brauche ihn Euch nicht zu beſchreiben, denn ſeht Euch nicht um er reitet in dieſem Angenblicke hinter uns.

W. Scott's Werke. XIX. 2