121 ſo müſſen wir unſere Reiſe fortſetzen.“ Chriſtal begab ſich vor die Thüre, kehrte aber ſogleich zuruͤck, und ſagte zn ſeinem Herrn mit einer Stimme ſo rauh, wie ſeine Zuͤge;„Gilbert Gregſon kommt, ſein Pferd iſt ganz weiß bom Schaume, als wenn es der boͤſe Feind geritten hätte.“
Redgaunilet warf den Teller von ſich, von dem er eben gegeſſen hatte, und eilte nach der Shuͤre der Scheu⸗ ne, durch welche der Bote im nemlichen Augenblicke eintrat; ein munterer Burſche mit einer ſchwarz ſamm⸗ tenen Jagdmüse und einem breiten Gürtel um ſeinen Leib, woran feine Botentaſche hing. Der Koth, womit er vom Kopf bis zu Fuße beſprützt war, zeigte an, daß er auf einem ſchlechten Wege einen raſchen Nitt gemacht pabe. Er überlieferte an Wr. Redgauntlet einen Brief mit einer ehrerbietigen Verbeugung, und zog ſich dann an das Ende der Scheune zurück, wo die andern Die⸗ ner auf dem Stroh ſaßen oder lagen, um einige Erfri⸗ ſchungen zu ſich zu nehmen. Redgauntlet erbre ch ha⸗ ſiig den Vrief, und las ihn mit Blicken, worin ſich einige Aengßlichkeit und Unruhe ſpiegelte. Beim zwei⸗ ten Durchleſen ſchien fein Mißvergnügen zu wachſen, ſeine Stirne verfinſterte ſich, und deutlich war das unglückliche Zeichen ſeiner Familie und ſeines Hauſes darauf gezeichnet. Noch nie hatte Darſie auf ſeiner Stirne ein ſo treffendes Bild jenes Zeichens bemerkt, das die Sage derſelben beilegte.
Redgauntlet hielt den offenen Brief in der einen Hand, und ſtieß mit dem Zeigefinger der andern dar⸗ auf hin, indem er zu Chriſtal Nixon halb laut, aber unwillig ſagte:„Gegenbefehl!— Wir ſollen abermals gegen Norden!— Nordwaͤrts, wenn alle unſere Hoff⸗ nungen gegen Suͤden liegen, zum zweitenmal nach Derby zu, wo wir dem Ruhme den Rücken wandten, und un⸗ ſerem Sturz entgegen gingen!“
Chriſtal Niron nahm den Brief, üͤberlas ihn raſch⸗ und gab ihn dann ſeinem Herrn wit der kalten Bemer⸗ kung zurück:„Weiblicher Einfluß herrſcht vor. 4.
„Aber er ſoll nicht laͤnger vorherrſchen,“ ſaste


