Teil eines Werkes 
3. Band (1822)
Entstehung
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du nimmſt dir den Verluſt deines Geliebten unge⸗ mein zu Herzen! Dann zeigte er auf die blu⸗ tige Leiche ſeines Beleidigers, und wiederholte die Worte der heiligen Schrift:Die Räche ißt mein; ich will vergelten, ſpricht der Herr. Ich, den du ſo tief beleidigt haſt, ich will der Erſte ſeyn, der dir die Dienſte leiſtet, welche der Anſtand den Todten zu leiſten gebietet.

Mit dieſen Worten bedeckte er den Leichnam mit ſeinem Mantel; dann betrachtete er ihn einen Au⸗ genblick und ſchien darüber nachzudenken, was jetzt zu⸗ nůͤchſt fuͤr ihn zu thun ſep. Langſam ließ hierauf der be⸗ leidigte Chemann ſeinen Blick von der Leiche des Ver⸗ fuͤhrers auf die Theilnehmerin ſeines Verbrechens hinabgleiten, die ihm immittelſt zu Fußen geſunken war· und ſeine Knie umklammerte, ohne ſeinen An⸗ blick ertragen zu können. Seine von Natur rau⸗

hen und graͤmlichen Zuͤge nahmen einen wuͤrdevollen Ausdruck an, der ſelbſt den muntern jungen Tem⸗ pelgenoſſen eine achtungsvolle Scheu einflößte und die voreilige Dienſtſertigkeit Richards, der ſchon im Begriff war, ſich mit ſeinen Rathſchlaͤgen und Mei⸗ nungen darein zu miſchen, zuruͤckhielt.Weib, knie nicht vor mir, ſprach feierlich John Chriſtie; aber knie vor Gott, den du ſtärker beleidigt haſt⸗ als du einen Erdenwurm, wie du ſelbſt biſt, belei⸗ digen konnteſt. Wie vft habe ich dich, wenn du einen