Teil eines Werkes 
3. Band (1822)
Entstehung
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Nigel die Kiſte mit Huͤlſe ſeiner Gefäͤhrtin ins naͤchſte Zimmer, wo ihr ungluͤcklicher Eigenthuͤmer ausge⸗ ſtreckt lag, gefuͤhllos fuͤr Toͤne und Handlungen, die, wenn irgend etwas fähig geweſen waͤre, ſeinen letzten langen Schlaf zu unterbrechen, ihn gewiß erweckt haben wuͤrden.

Seine Tochter, nahend der Leiche, hatte den Muth, die uͤber dieſelbe ausgebreitete Bedeckung ab⸗ zuheben. Sie legte ihre Hand auf das Herz des Verblichenen, aber es hatte aufgehoͤrt zu ſchlagen, ſie hielt eine Feder an ſeine Lippen, aber keine Be⸗ wegung; dann kuͤßte ſie ehrfurchtsvoll die blaſſe Stirn und die hagern Häͤnde.

O Vater! rief ſie,koͤnnteſt du doch mei⸗ nen Schwur hoͤren, daß ich, wenn ich jetzt rette,

was du am meiſten auf Erden ſchätzteſt, ich es ein⸗

zig dazu anwenden will, mir Rache fuͤr deinen Tod erlangen zu helſen! Dann bedeckte ſie aufs neue die Leiche, und ohne eine Thraͤne, ohne einen Seufzer half ſie Nigeln mit ſtarker Hand, die ſchwere Geldkiſte auf ſein Schlafzimmer tragen.Sie muß,

ſagte ſie,fuͤr einen Theil eures Gepaͤcks gelten.

Ich will mich bereit halten, ſobald uns der Schiffer abruſt.

Hierauf zog ſie ſich zuruͤck, und Nigel, der die Stunde ihrer Abreiſe herannahen ſah, riß einen Theil der alten Fenſtervorhaͤnge herunter und band ſie mit