Teil eines Werkes 
1. Band (1822)
Entstehung
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chen ſorglos bedect hatte, war dicht bewachſen mit rabenſchwarzem in natuͤrliche Locken gekraͤuſeltem Haar, welches ſehr lang geworden ſeyn wuͤrde, haͤtte nicht die beſcheidene Sitte ſeines Standes, worauf ſein Meiſter ſehr ſtreng hielt, ihn genoͤthigt, es kurz abzuſchneiden, eine Sitte, der er ſich nicht ohne Widerwillen unterwarf, da er neidiſch die, uͤber die Schultern herabwallenden Ringellocken betrachtete, welche die Höflinge und adligen Studenten als Zei⸗ chen ihres hoͤheren Standes zu tragen pflegten. Vin⸗ rent hatte tiefliegende, kohlſchwarze ſchelmiſche Au⸗ gen, voll Feuer und Leben, die ſelbſt während ſeines gewohnlichen Lavengeſchwaͤtzes einen humoriſtiſchen

Ausdruck hatten, als ob er ſich uͤber diejenigen, wel⸗

che auf ſeine kaufmaͤnniſchen Gemeinplaͤtze einiges Gewicht legten, luſtig machte. Er hatte jedoch Ge⸗ wandtheit genug, einige Zuſätze von eigner Erſindung anzubringen, die jenen Gemeinplaͤtzen einè ſcherz⸗ hafte Wendung gaben, und ſein munteres Weſen, ſeine Dienſifertigkeit⸗ Klugheit und Hoͤflichkeit, wenn er letztere fuͤr nöthig hielt, machten ihn zum Liebling der Kunden ſeines Herrn. Seine Geſichts⸗ zuge waren nichts weniger als regelmäßig, denn er hatte eine etwas platte Raſe, einen ziemlich großen Mund, und eine braͤunlichere Geſichtsfarbe, als man damals mit maͤnnlicher Schoͤnheit vereinbar hielt, allein ungeachtet er ſtets die Luft einer übervölkerten

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