Teil eines Werkes 
4. Band (1822)
Entstehung
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Gaͤſten hielt, vermehrte den Mißmuth, der in dem Audienzzimmer uͤberhand zu nehmen anfing, und verrieth, daß etwas Ungewoͤhnliches den Geiſt des Koͤnigs in Bewegung ſetzte.

So wurden die Spieltiſche verlaſſen— die Muſik ſchwieg, oder fand keine Zuhoͤrer— die jungen Herren hoͤrten auf, den Damen Hoͤflichkeiten zu ſa⸗

gen, und dieſe, ſie zu erwarten; und eine Art furcht⸗ ſamer Neugierde verbreitete ſich in der Geſellſchaft. Die einen fragten die andern, warum ſie ſo ernſthaft waͤren; und es erfolgte eben ſo wenig Antwort, als bei einer Heerde Vieh, die von einem nahen Donner⸗ wetter in bange Unruhe geſetzt worden iſt.

Um die allgemeine Beſorgniß zu vermehren, ſing man ſich an zuzufluͤſtern, daß ein oder ein paar Gaͤ⸗ ſte, die das Schloß zu verlaſſen wuͤnſchten, erfahren hatten, daß keinem vor der Stunde der allgemeinen Entlaſſung erlaubt werden koͤnnte, fort zu gehen. Und dieſe, die in den Saal zuruͤckſchlichen, vertrau⸗ ten den andern, daß die Schildwachen an den Tho⸗ rew verdoppelt waͤren, und ein Trupp Leibgarde zu

Pferde ſich im Hofe aufſtellte— lauter ſo ungewoͤhn⸗

liche Umſtaͤnde, daß ſie die aͤngſtlichſte Neugierde er⸗ regen mußten.

So war der Zuſtand des Hofes, als man draußen Raͤder raſſeln hoͤrte, und das entſtehende Geraͤuſch