Teil eines Werkes 
16. Band, Redgauntlet : eine Erzählung aus dem 18. Jahrhundert : 2. Bändchen (1826)
Entstehung
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134 nen man ſagt, daß die Seefahrer nicht wiſſen, ob es wirkliches Land oder eine atmosphaͤriſche Taͤuſchung iſt.

Sie werden uns noch einige Stunden in Ruhe laſſen, ſagte Mr. Geddes;denn ſie werden wohl nicht herabkommen, bis die Ebbe ihnen erlaubt, die Pfahlnetze zu zerſtoͤren. Iſt es nicht ſonderbar, wenn man denkt, daß die menſchliche Leidenſchaft einen ſo gemuͤthlichen Anblick, wie dieſen, zu einer Scene der Verwirrung und der Zerſtoͤrung umſchaffen wird?

Wirklich ſchien eine koſtliche Ruhe auf allem rings umher zu liegen, ja die ſtürmiſchen Wellen der Solway ſogar ſchienen, wenn auch nicht grade zu ſchlafen, doch zu ſchlummern; kein Nachtvoͤgelchen ward gehoͤrt der Hahn hatte den Morgen noch nicht zum erſten Male begrüßt, wir ſelbſt traten leiſer auf, als bei Tag, als wollten wir es vermeiden, mit dem Geraͤuſch unſerer Tritte die heitere Ruhe um uns zu ſtoͤren. Endlich un⸗ terbrach das klaͤgliche Geſchrei eines Hundes die Stille, und als wir in die Huͤtte traten, fanden wir das jüngſte der drei Thiere, die mit John Davies gegangen waren, das wahrſcheinlich, an weite Reiſen noch nicht gewoͤhnt, ſeine Gefahrten verlaſſen hatte und zu ſeinem Geburts⸗ orte zuruckgekehrt war.

Wieder ein kleiner Zuwachs unſerer kleinen Gar⸗ niſon, ſagte Mr. Geddes, als er den Hund ſtreichelnd in die Hütte trat.Armer Geſell! noch kannſt Du nichts Uebles thun, hoffentlich wird Dir auch nichts Uebles widerfahren. Wenigſtens kannſt Du uns doch als Schildwache gute Dienſte thun, und ſo koͤnnen wir

uns ruhig dem Schlafe uͤberlaſſenda wir ſicher ſeyn

koͤnnen, daß Du uns erwecken wirſt, wenn der Feind

Ich aber lag eine Zeitlang in zwei lhaften, aͤngſtlichen Gedanken, beobachtete das Feuer und die