Teil eines Werkes 
16. Band, Redgauntlet : eine Erzählung aus dem 18. Jahrhundert : 2. Bändchen (1826)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

119

Unverſtaͤndlichkeit wieder vorzuziehn, der ſo lange Zeit Peebles Prozeß gegen Plainſtanes verdunkelt hatte, ſo ward die Sache zur nochmaligen Berathung und zu abermaligem Vortrage aufgeſchoben. Da der Aus⸗ gang der Sache den Erwartungen des Publikums bei Alans Rede nicht entſprach, ſo gab der Urtheilsſpruch zu den verſchiedenartigſten Vermuthungen Anlaß.

Die Meinung des Clienten war, daß die Schuld, erſtens, an ſeiner Abweſenheit am erſten Tage der Verhandlung laͤge, da er, wie er ſich ausdruͤckte, mit Branntwein, Usquebaugh, und anderen hitzigen Ge⸗ traͤnken auf Johns Caſſeehaus verfuͤhrt wurde, und zwar per ambage des Peter Drutgeit, der dazu durch den Rath, den Anſchlag und durch die Hinterliſt de; Saunders Fairford, ſeines Sachwalters, oder vorgeb⸗ lichen Sachwalters, aufgemuntert worden ſey. Zwei⸗ tens, an der Flucht und dem freiwilligen Entlaufen des juͤngern Fairford, des Advofaten; alldieweil und deßwegen wolle er Vater und Sohn zugleich mit einer Bitt⸗ und Klagſchrift wegen G haͤftsberuntreuung be⸗ langen. So ſchien der anſcheinende und wahrſchein⸗ liche Ausgang der Sahe den truͤbſinnigen Saunders Fairford mit neuen Gegenſtaͤnden des Kummers und der Demuͤthigung zu bedrohen, was ihn um ſo viel mehr kraͤnkte, da ſein eigenes Gewiſſen ihm ſagte, daß die Sache wirklich weggeſchleudert worden ſey, und daß es nur einer kurzen Beleuchtung der fruͤheren Gruͤnde, geſtuͤtzt auf die noͤthigen Beweiſe und Facta bedurft haͤtte, um den Alan in den Stand zu ſetzen, mit dem bloſen Hauch ſeines Mundes die Spinnen⸗ gewebe zu zerreißen, mit welchen Mr. Tough den Pro⸗ zeß wieder umgarnt hatte. Aber es geht damit wie mit einem Ausſpruch in contumaciam, man verliert, weil man nicht widerſprechen kann.

Unterdeſſen verging faſt eine Woche, ohne daß Mr. Fairford auf direktem Wege etwas von ſeinem Sohne hoͤrte. Zwar erſah er aus einem Briefe des Mr. Crosbie,