Teil eines Werkes 
16. Band, Redgauntlet : eine Erzählung aus dem 18. Jahrhundert : 2. Bändchen (1826)
Entstehung
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45 der Sir Robert Redgauntlet mit einer Donnerſtimme dem Pfeiſer Steenie, ſich ſeinem Platze zu naͤhern. Da ſaß er alſo, die Fuͤße ausgeſtreckt und mit Fla⸗ nell umbunden, die Halfter⸗Piſtolen neben ihm, das große Schlachtſchwerdt am Stuhl angelehnt, gerade ſo wie mein Sroßvater ihn zuletzt auf Erden ſah.

Auch das Kiſſen fuͤr den Affen lag ihm zur Seite, das Thier aber war nicht da— wahrſcheinlich war das ſeine Zeit nicht; denn als er ſich nahte, hoͤrte er ſte ſagen:„Iſt der Major noch nicht gekommen?“ und ein Anderer antwortete:„Der Affe wird kommen, wenn der Dag anbricht.“ Und als mein Großvater hinzutrat, da ſprach Sir Robert, oder ſein Geiſt, oder auch der Teuel in ſeiner Geſtalt:„Nun Pfei⸗ fer, haſt Du mit meinem Sohne wegen der Grund⸗ ſteuer abgerechnet?“

Mit vieler Muͤhe gelang es meinem Ahnen, die Worte hervorzubringen:„Sir John wolle ſich ohne die Quittung Sr. Gnaden nicht zufrieden ſtellen.“

„Du ſollſt ſie fuür ein Stuͤckchen auf der Pfeife haben, Steenie,“ ſagte Sir Roberts Geiſt,„ſpiele uns guf: Luſtig, lieb' Luckie!“

Das war nun gerade eine Melodie, die mein Großvater von einem Zauberer lernte, der ſie gehoͤrt hatte, als ſie bei ihren Zuſammenkünften den Teufel anbeteten. Zuweilen hatte es mein Großbater wohl bei den laͤrmenden Gelagen im Schloß Redgauntlet vorgeſpielt, nie that er es aber gern; jetzt uͤberlief es ihn eiskalt, als er es nur nennen hoͤrte und darum ſate er zur Ausrede, er haͤtte ſeine Pfeife nicht bei ſich.

„Mac Callum, Du Teufelsbrut,“ ſagte der ent⸗ ſetzliche Sir Robert,„bringe doch dem Steenie die Pfeifen, die ich fuͤr ihn aufgehoben habe.“

Mac Callum brachte ein paar Pfeifen, die wohl dem Donald von den Inſeln gehoͤrt haben mochten. Als er ſie ihm aber einhaͤndigte, gab er ihm einen Wink; Steenie blickte verſtohlen aber genau darauf,