Teil eines Werkes 
16. Band, Redgauntlet : eine Erzählung aus dem 18. Jahrhundert : 2. Bändchen (1826)
Entstehung
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37 Diener. Ein rechtes Glukk fuͤr Euch, Sir John, in ſeine Schuhe ich ſollte ſagen in ſeine Stiefeln zu treten; denn er trug ſelten Schuhe, außer wenn das Podagra ihn plagte.

Ach, Steenie, rief der Laird, indem er tief ſeußzte, und mit dem Taſchentuch das Auge wiſchte, er ward gar zu ſchnell abgerufen und wird im Land ſehr vermißt werden; keine Zeit blieb ihm, ſein Haus zu beſtellen doch iſt es ohne Zweifel in goͤttlichen Dingen wohl bei ihm beſtellt geweſen, und das iſt ja die Wurzel von allem. Aber einen verworrenen Knaͤutel hat er uns aufzuwinden hinterlaſſen, Steenie. Hem, Hem! Wir muͤſſen an's Geſchaͤft gehn, Steenie; es gibt viel zu thun, und wenig Zeit, es zu bewerk⸗ ſtelligen.

Hier oͤffnete er den ungluͤckſeligen Band; ich habe einmal vom Buche des juͤngſten Gerichts ſprechen hoͤ⸗ ren, gewiß iſt es das Buch uͤber die Grundſteuer ver⸗ armter Pachter.

Stephen, ſagte Sir John immer in demſelben zarten weichlichen Tone,Stephen Stevenſon, oder Steenſon, Ihr ſeyd im Ruͤckſtand mit der Grundſteuer von einem ganzen Jahr; der letzte Zahlungstermin iſt ſchon verſtrichen.

Stephen.Verzeihen Ew. Gnaden, Sir John, ich zahlte ihn Eurem Vater.

Sir John.Ihr habt dann ohne Zweifel eine Quittung, Stephen, und könnt ſie vorzeigen. Stephen.Dazu blieb mir wirklich keine Zeit übrig, wenn Ew Gnaden verzeihn; denn kaum hatte ich das Silber hingelegt, kaum hatte es Se. Gnaden Sir Robert empfangen, um es zu zuͤhlen und die Quittung zu ſchreiben, als ihn die Schmerzen ergrif⸗ fen, an denen er ſtarb. 7

½ Das war ein recht ungluͤcklicher Zufall, ſagte Sir John nach einer Pauſe,aber Ihr werdet es wohl vor Zeugen bezahlt haben. Ich will nur einen Beweis talis qualis, Stephen. Ich moͤchte es nicht zu genau mit einem armen Manne nehmen.