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Leichengepraͤnge, ſondern ganz im Stillen wurde der entſeelte Koͤrper in dem Gewoͤlbe
der alten Herzoge beigeſetzt. Der Mutter ſchwebte immer noch die troͤſtende Hoffnung
vor die aus dem Glauben entſprang, Gott koͤnnte ihr die einzige Tochter nicht nehmen, da er lauter Liebe und Guͤte ſey, ſie werde wieder ins Leben zuruͤckkehren, darum litt ſie auch nicht, daß der Deckel auf den Sarg gelegt wurde. Sie ſelbſt ſetzte ſich bei die Leiche und fah ſie mit unverwandten Blicken an, ob ſie nicht irgend eine Bewagung wahrnaͤhme. Oft war es ihr ſo, als ob ſich die Augenlieder ruͤhrten; aber es erfolgte keine weitere Offaung derſelben.
Am dritten Morgen kam ihr Gatte, ſah ſeine Tochter, weinte bei dem Sarge und ſprach:„Nie haſt Du mich betruͤbt; Froͤmmigkeit und Unſchuld war der Schmuck


