Als Anna am Morgen mit dem Anzuge ihres Sohnes beſchaͤftigt war, der ſeine Sehnſucht nach den Großeltern mit Thraͤ⸗ nen bezeichnete, ſo, daß ſie ſich ſelbſt des Weinens nicht enthalten konnte, kam die liebevolle Mathilde, um ſie zu beſuchen und ihr Geſpraͤch fortzuſetzen. Am Tage erſchien
ihr der Knabe noch ſchoͤner, ſie ſchmeichelte 4
ihn mit vielen Liebkoſungen auf ihrem Arm
und bedeckte ſein Geſicht mit Kuͤſſen. Auch Anna betrachtete ſie mit geheimem Wohlge⸗ fallen, die ihr ſo reizend, ſo anziehend er⸗
ſchien, als ſie noch nie eine Frau aeſchn
hatte. Anmuth und Sanſtheit, Guͤte und


