155 durchbetteln. Das muß ich auch, wenn Ihr mir nicht eine kleine Summe zu den Koſten leihen wollt. Viel brauche ich nicht, und Ihr wißt, mein Va⸗ ter hat Vermoͤgen, und wuͤrde nicht leiden, daß Jemand durch mich zu Schaden kaͤme, am We⸗ nigſten Ihr.
Als Dumbiedikes ihr Anliegen kannte, wollte er kaum ſeinen Ohren trauen, antwortete gar nicht, und heftete ſeine Blicke auf die Erde.
Ich ſehe, Ihr wollt mir nicht beiſtehen, hob Johanna an. So lebt denn wohl! Beſucht meinen armen Vater, ſo oft Ihr koͤnnt, er wird nun oft genug allein ſein.
Wo will das alberne Maͤdchen hin? ſprach Dumbiedikes, und ihre Hand faſſend, fuͤhrte er ſie in's Haus. Ich habe wohl ſonſt ſchon daran gedacht, aber es blieb mir immer in der Keyle ſtecken.
Waͤhrend er dieſe Worte fuͤr ſich ſprach, brachte er ſie in ein altfraͤnkiſches Wohnzimmer, deſſen Thuͤre er verſchloß und verriegeite. Er⸗ ſtaunt uͤber ſein Benehmen, blieb Johanna ſo nahe als moͤglich an der Thuͤre ſtehen; aber der Junker ließ ihre Hand los und druͤckte auf eine Springfeder in dem eichenen Wandgetaͤfel, das


