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53 gen Lage beſchaͤmt und allen Blicken ausgeſtellt
ſah. Ihr Auge, das zuerſt wild umher geblickt
hatte, ſenkte ſich, und ihre Wange, anfaͤnglich leichenblaß, ward allmaͤhlig von einer ſchwachen Röthe uͤberzogen, die ſo ſchnell zunahm, daß in dem Augenblicke, wo ſie mit ſchmerzlicher Scham ihr Geſicht zu verbergen ſuchte, ihre Schlaͤfe, ihre Stirne, ihr Hals, und alles, was die zarten Finger der kleinen Haͤnde nicht decken konnten, hochroth ergluͤhten.
Alle bemerkten mit Ruͤhrung dieſe Veraͤnder⸗ ungen, nur Einer nicht. Es war der alte Deans, der unbeweglich auf ſeinem Sitze und, wie geſagt, verborgen hinter der vorſpringenden Ecke der Bank ſaß, wo er nicht ſehen und nicht geſehen werden konnte, aber dennoch ſeine Blücke unverruͤckt auf den Boden heftete, als waͤre er entſchloſſen gewe⸗ ſen, auf keine moͤgliche Weiſe ein Zeuge der Schande ſeines Hauſes zu ſein.„Icabod, ſprach er zu ſich ſelber: Icabod, mein Ruhm iſt dahin!“
Als dieſe Betrachtungen durch ſeine Seele gingen, wurde die Anklage, die in der herkoͤmm⸗ lichen Form das Verbrechen ausſprach, deſſen die Gefangene bezuͤchtigt wurde, wie gewoͤhnlich vor⸗


