Teil eines Werkes 
3. Theil (1823)
Entstehung
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mir ausgezogen, und die Krone von meinem Haupte genommen. Er hat mich zerbrochen um und um, und laͤßt mich gehen, und hat ausge⸗ riſſen meine Hoffnung, wie einen Baum.

Iſt das nicht eine ganz wahre Lehre? ſprach die Gefangene. Iſt nicht mir die Krone, mir die Ehre genommen? Und was bin ich, als ein elender, verdorbener, hinfaͤlliger Baum, mit der Wurzel ausgeriſſen, und auf die Landſtraße hinaus geworfen, daß Menſchen und Thiere ihn mit Fuͤßen treten? Ich dachte an den huͤbſchen Dornſtrauch, den unſer Vater im letzten Mai aus dem Garten warf, wo er eben in voller Bluͤte ſtand, und er lag dann im Hofe, bis das Vieh ihn zertreten hatte. Als es mir leid that um das gruͤne Ding mit ſeinen Bluͤten, dachte ich wenig, daß es mir eben ſo gehen ſollte.

O wenn Du nur ein Wort geſprochen haͤtteſt, ſchluchzte Johanna: wenn ich nur ſchwoͤren duͤrfte, daß Du mir ein Wort geſagt haͤtteſt, wie's mit Dir ſtaͤnde, ſo haͤtten ſie Dir jetzt nicht an's Leben kommen koͤnnen!

Hätten ſie nicht? ſprach Euphemia, und ſchien Antheil zu verrathen, da das Leben ſelbſt