Teil eines Werkes 
2. Theil (1822)
Entstehung
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nach der Staatsveraͤnderung, auf die Erneurung des Glaubensbundes antrug, hoͤrte der gelaſſene David mit Entſetzen, daß Maͤnner von Fleiſches⸗ klugheit und Weltwitz, wie er ſie nannte, den Antrag als unpaſſend fuͤr den Zeitgeiſt und un⸗ vereinbar mit der neuern Geſtalt der Kirche, zu vereiteln wußten. Die Regierung der Koͤniginn Anna hatte ihn noch mehr uͤberzeugt, daß die Machthaber, welche durch die Staatsveraͤnderung an's Nuder gelangten, nicht von der echt presby⸗ terianiſchen Farbe waren. Verſtaͤndiger, als die Froͤmmler ſeiner Partei, war er jedoch weit ent⸗ fernt, die Maͤßigung und Duldſamkeit, die jene beiden Regierungen bewieſen, mit der harten Willkuͤhr und Unterdruͤckung zu verwechſeln, die unter Karl dem Zweiten und Jakob dem Zwei⸗ ten herrſchten. Die presbyterianiſche Glaubens⸗ partei war doch die Landeskirche, obgleich ihr Bann nicht mehr das alte Gewicht hatte, und ſie ſich gezwungen ſah, die biſchoͤfliche Kirche und verſchiedene andre Glaubensparteien neben ſich zu dulden. Der zweite Tempel war freilich lange nicht ſo herrlich, als jener, der von 1639*) bis

*) Wo die ſiegreichen Verfechter des presbyterianiſchen Bundes[covenant.] den Frieden erzwangen. L.