Teil eines Werkes 
2. Theil (1822)
Entstehung
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. 5 9 Ein Prediger! ſprach der Fremde gleichgil⸗ tig, faſt mit veraͤchtlichem Tone. Ich weiß es, die Herren von eurer Tracht fodern in Schott⸗ land ein ſeltſames Recht, ſich in andrer Leute Angelegenheiten zu mengen Aber ich bin im Auslande geweſen, und kenne das Ding beſſer, als daß ich ein Pfaffenknecht waͤre. Wenn es wahr ſein ſollte, mein Herr, daß Jemand von meiner Tracht, oder wie man an⸗ ſtaͤndiger ſagen koͤnnte, von meinem Berufe, ſich in fremde Angelegenheiten mengte, um muͤßige Neugier zu befriedigen, oder aus ſchlim⸗ mern Abſichten, ſo koͤnnt Ihr im Auslande

niccts beſſeres gelernt haben, als ſolche Schliche

zu verachten. Aber ich bin berufen, in mei⸗ nes Herrn Werke geſchaͤftig zu ſein zu allen Zeiten, und da ich mir einer reinen Abſicht be⸗ wußt bin, ſo waͤre es beſſer fuͤr mich, wenn ich mir eure Verachtung fuͤr mein Sprechen zuzoͤge, als den Vorwurf meines Gewiſſens uͤber mein Stillſchweigen ertruͤge.

In des Teufels Nahmen denn, ſo ſagt, was Ihr zu ſagen habt, rief der junge Mann ungeduldig. Aber ich kann durchaus nicht be⸗ greifen, wofuͤr Ihr mich haltet, oder was Ihr