Teil eines Werkes 
2. Theil (1822)
Entstehung
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aͤhnlich machte. Nach ſeinem Aeußern und ſei⸗ nem Weſen zu ſchließen, ſchien ſich jedoch der Unbekannte eher unter ſeinem Range, als vor⸗ nehmer zu kleiden; denn ſeine Haltung war keck, ja faſt ein wenig trotzig, ſein Gang leicht und frei, ſein Benehmen dreiſt und ungezwun⸗ gen. Er war ein wenig uͤber Mittelgroͤße, ſeine Geſtalt wohl gebaut und keineswegs ſo ſtark, daß man ſie haͤtte plump nennen koͤnnen. Seine Zuͤge waren ungemein huͤbſch, und ſein ganzes Weſen wuͤrde gefaͤllig und einnehmend geweſen ſein, wenn er nicht jenen unbeſchreiblichen Aus⸗ druck, der dem Wuͤſtlinge eigen iſt, und eine gewiſſe Dreiſtigkeit in Ton und Benehmen ge⸗ habt haͤtte, die oft der Verlegenheit und Furcht als Larve dienen muß.

Butler und der Fremde begegneten ſich, ſa⸗ hen ſich an, und der Unbekannte wollte, leicht an den Hut greifend, voruͤber gehen, als But⸗ ler bei der Erwiederung des Grußes ihn anre⸗ dete:Ga ſchöͤner Morgen, mein Herr. Ihr ſeid fruͤh auf dem Berge.

Ich habe Geſchaͤfte hier, antwortete der junge Mann in einem Tone, der weitre Nach⸗ forſchungen zuruͤck weiſen ſollte.