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waſche Dich rein von der Schande, wenn Du's vermagſt! Und finde ich dann Bos⸗ minen ſchuldig, ſo will ich ſie Dir heute noch uͤberlaſſen, von Annet biſt Du frei. Ein Weib, was die eheliche Treue gebro⸗ chen hat, kann nicht mehr an meiner Seite
ruhen. Waͤre ſie mit allen Farben der S hoͤnheit geſchmuͤckt, wie die Haßlichſte erſcheint ſie mir. So rede,“
„Freundliche Worte ſagte ich Bosmi⸗ nen,“ ſprach Cormar,„die vielleicht ein anderes Weib verfuͤhrt haͤtten. Wer unter euch war immer ſeines Herzens Meiſter!
Eine Tugendheldin iſt Bosmina, das ge⸗ rechte Lob muß ich ihr ertheilen. Es giebt wohl Viele, die ſich mit der Farbe der Uaſchuld ſchmuͤcken, die ſie nicht im In⸗ nern tragen, aber ſie iſt ſo treu und edel, als ſie die Natur reizend gebildet hat. Sie waͤre mein Gluͤck geworden, wenn ein fruͤheres Verſprechen ſie nicht band.“


