54
Wort. Nur Bosmina war's, die ihr Mit⸗ leid gegen Cormar verbergen mußte, der ſo von allen Seiten angegriffen wurde, gegen den man ſich verbunden, deſſen Un⸗ tergang man beſchworen zu haben ſchien;
aber ſie wagte es nicht, ein Fuͤrwort fuͤr
ihn einzulegen.
Abſcheulich fand ſie's doch, daß Fillan ſeinen ehemaligen Jugendfreund ſo an den Pranger oͤffentlicher Schande ſtellte und ſie zuͤrnte ihm deshalb im Herzen. Es
ſchien fuͤr die weibliche Eitelkeit darin
Schmeichelhaftes zu liegen, daß Cormar ſogar ein Verbrechen begehen konnte, um den Beſitz ihrer Perſon zu erringen. Seine unbeſonnene Liebe zu ihr fuͤhrte ihn an den Aöbgrund des Verderbens. Haͤtte ſie ihn retten koͤnnen, ſie wuͤrde es ohne Bedenken gethan haben.
„Nun, Haͤuptlinge, hoͤrt meine letzte Anklage, ich kann ſie nicht verſchweigen.


