Teil eines Werkes 
3. Theil (1825)
Entstehung
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brechen das ſchrecklichſte, daß ein Freund

ſeine Gattin entehren und ſich zum Che⸗ brecher erniedrigen wollte. Konnte Cor⸗ mar ihm auch einen groͤßern Schmerz zu⸗ fuͤgen und wenn er ſein aͤrgſter Feind geweſen waͤre! So feſt er fruͤher der Tu⸗ gend ſeiner Gattin vertraute, der Glaube an dieſelbe ſtand doch nicht mehr auf den feſten Stuͤtzen. Er meinte, ſie muͤſſe doch wohl Veranlaſſung gegeben haben, daß ſich Cormar gegen ſie ſo weit verging. Ein edeles, treues Weib, dachte er, floͤßt ſelbſt dem Laſterhaften Achtung und Scheu ein, daß er es nicht wagt, einen feind⸗ lichen Verſuch zu machen, ihre Unſchuld zu beſiegen. Das eben ſchmerzte ihn am meiſten, daß Cormar ſein begluͤckendes Vertrauen, was er in Bosminas treue Liebe ſetzte, geſtoͤrt und zweifelhaft ft gemucht halte.

Als er ſo langſam und mit vielar⸗ tigen Gedanken beſchaͤftigt, auf der Straße