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Mit einer ſeinem gewoͤhnlichen Benehmen fremden Demuth bat er Lady Harriette, ihre Anordnungen noch einige Tage aus mitleidiger Ruͤckſicht auf ſeinen, durch viele Geſchaͤfte zer⸗ ſtreuten, Geiſt zu verzoͤgern. Sie willigte ein, ihre Reiſe noch vierundzwanzig Stunden zu verſchieben; und Delancy fand bei dieſer Ge⸗ legenheit fuͤr gut, einen franzoͤſiſchen Abſchied zu nehmen, nicht ohne einige geheime Muth⸗ maßungen uͤber die Natur der zwiſchen dem Rothmantel und ſeinem Gaſte ſtatt gehabten naͤchtlichen Zuſammenkunft; da er nicht umhin konnte, zu glauben, daß dieſe Dame mehr we⸗ gen ihres Geiſtes und ihrer Geſchicklichkeit be⸗ wundert, als wegen ihres Benehmens oder Cha⸗ rakters geſchaͤzt zu werden verdiente.
In dieſem Punkte waren ſeine Beſorgniſſe ungegruͤndet. Ein ſchwacher Lichtſtrahl ſchim⸗ merte im Nordoſten des Horizonts, als Lady Harriette's Dienerin ihre Lady benachrichtigte, daß die Chaiſe, mit Delancy und dem fremde⸗ ren Gentleman, bereits abgegangen ſey, und ſie jezt in ihre Gemaͤcher zuruͤckkehren koͤnne— eine Nachricht, die ihr ihre eigenen Ohren und Augen bereits gegeben hatten. Das Feuer brannte noch in ihrem Zimmer, die Fenſterlaͤden waren noch geſchloſſen, die Erfriſchungen, welche die Dienerin herbeigeſchafft hatte, waren noch un⸗ beruͤhrt, und ein mit Waſſer halbgefuͤllter Be⸗ cher ſtand auf einem Arbeitstiſche neben dem Eliſ. v. Bruce. II. 14


