Teil eines Werkes 
2. Band (1827)
Entstehung
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„Ich befuͤrchte, Lady Harriette, daß dieß der einzige Reiz iſt, der ihr mangelt.“

„Dann koͤnnen Sie nicht glauben, wie gut: es fuͤr Sie ſeyn wird, Ihr uͤberladenes Herz in mein Ohr auszuſchuͤtten, wozu noch das Ver⸗ gnuͤgen kommt, mit dem ich Liebesgeſchichten anhoͤre.“

„Ich kam nie ſo weit, Lady Harriette;— ſicherlich hatte ich guͤtige Abſichten in Betreff dieſer jungen Dame. Das Romantiſche ihrer Lage und meine⸗Kenntniß der Geſchichte ihres⸗ Vaters waren zwei anziehende Umſtaͤnde. Dann befand ich mich in ihrer Nachbarſchaft, um O Connors Ankunſtzabzuwarten; und die Briefe meiner Tante enthielten ſo ernſtliche Nachfragen⸗ nach dem Kinde ihres fruͤhen Liebhabers, daß ich zeichnete und mahlte, bis ich in mein. eigenes Gemaͤhlde halb verliebt war⸗ Durch eine Un⸗ verſchaͤmtheit bahnte ich mir, wir Sie wiſſen,

den Weg in ihre Gegenwart, nur halb den guͤ⸗

tigen Vorſatz erwaͤgend, meiner Tante eine Nichte zu geben, die ihr ſicherlich angenehm ſeyn mußte., Ich wurde ſchnell uͤberkraͤht. Es war ein Kapitaͤn Grahame Wolf da, der mir bereits den⸗ Weg vertreten hatte. Mit dieſem Herrn ſuchte ich, durch Herrn Grahame's Diener, Friſel, einer Correspondenz anzuknuͤpfen. Daß die Tochter meine beabſichtigte Guͤte. ablehnt, iſt kein Grund fuͤr mich, die Intereſſen ihres Vaters in Ruhe⸗ zu laſſen.“ Sodann theilte er Lady Harriette⸗