Teil eines Werkes 
2. Band (1827)
Entstehung
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Sie wich zuruͤck, zuͤgelte mit einer ſonderbaren Gewalt dieſe heftige Bewegung ploͤtzlich, und⸗ blickte ruhig auf.

„Vergeſſen Sie dieſe letzter Schwaͤche. Ich⸗ konnte nie, wie die Weiſen dieſer Welt, den

wilden Strom des Gefuͤhls an ſeine gefaͤhrliche

Quelle feſſeln; allein ich habe ihn mitten in ſei⸗ nem reißendſten Laufe aufzuhalten gelernt. Nun. leben Sie wohl! Als Freunde ſcheiden wir— nicht wahr?“

Die zitternde Stimme druͤckte Flehen, Kum⸗

mer und Zweifel aus.. „Als Freunde, die ſich ehedem mehr geweſen, ſind— und ſich nun nie, nie mehr weniger

ſeyn koͤnnen!“ erwiederte O'Connor. Delancy⸗ wandte ſich um, als der Fluͤchtling ſich noch einmal.

uͤber die Hand hinbeugte, die ihm ſchweigend ge⸗

reicht worden war. Die Dame glitt geraͤuſchlos hinweg, um ihre Dienerin zu rufen.„Soll ich die⸗

ſen Dienſt von Lady Harriette Copely anneh⸗

men?— Soll ſie mir eine ſo gefaͤhrliche Wohl⸗

that erweiſen? Sie war ſtets gewohnt, ſo ge⸗

ringſchaͤtzig, oder ſo veraͤchtlich von ihren wah⸗

ren Intereſſen zu denken, daß ihre Freunde doppelt wachſam. ſeyn muͤſſen.“

„Das Herz und Gewiſſen der Dame buͤrgen

fuͤr ihr Betragen,“ ſagte Delancy.„Eben ſo

buͤrgt mein Herz mit gluͤhender Bewunderung.

faͤr ſie. Auch giebt es keine Huͤtte in Schott⸗

land, in der Sie nicht denſelben Schutz fordern.

duͤrften, obſchon hier allein Sicherheit iſt.“