Teil eines Werkes 
2. Band (1827)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

40

fing jezt an, die Fremden mit ungemeinem Wohl⸗ gefallen zu betrachten. Unmerklich nahm ſein Benehmen und ſeine Sprache einen hoͤhern und feinern Ton an. Er fuͤhlte ſich in dieſem Au⸗ genblicke mehr als Monkshaugh, denn als der Nebenbuhler des Herrn⸗ Hutchen; und endlich uͤberlegte er, obe es die Speiſekammer und an⸗ dere Umſtaͤnde gehoͤrig in Betracht gezogen, ſchick⸗ lich ſeyn wuͤrde, oder nicht, dieſen aͤchtgeſinnten jungen. Mann zum Mittageſſen einzuladen.

Die Neugierde des jungen Mannes war noch nicht ganz befriedigt, obſchon, er ſehr hoͤfliche Entſchuldigungen vorbrachte— und ſeine Be⸗ wunderung noch nicht zur Haͤlfte erſchoͤpft, als ein ploͤtzlicher Regenſchauer in Gog'’s und Ma⸗ gogs blaͤtterreicher Richtung raſſelte.

„Er koͤnnte mit Recht ſagen,“ bemerkte er, „daß er noch nie im, Landhauſe eines ſchotti⸗ ſchen Edelmanns geweſen ſey.“— Eliſabeth⸗ wußte nicht, was ſie aus dem Fremden machen. ſollte. Er ſchien artig, verſtaͤndig und vollkom⸗ men gut erzogen, ungeachtet des Diamants der Jakobina, mit dem ſein Witz oder ſeine Unver⸗ ſchaͤmtheit ſich auf eine glaͤnzende Weiſe Bahn gebrochen hatte.

War ſein Zweck bloße Zerſtreuung, oder die Befriedigung ſeiner Neugierde? oder— Eliſa⸗ beths Beſcheidenheit wollte keine andere Muth⸗ maßung in ihrer Seele aufkommen laſſen; ſie ſchlug ſich daher dieſen Gegenſtand, als ihrer meieen Aufmerkſamkeit unwuͤrdig, aus dem Linne.