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war nach Grundſaͤtzen, wie ſelbſt nach der Welt⸗ klugheit, eine Hauptangelegenheit des Ritters von Avenel. Die Bewohner des Doͤrfchens wur⸗ den eingeladen, den Vortraͤgen des Predigers bei⸗ zuwohnen, und Viele von ihnen ſchnell fuͤr die Lehre gewonnen, welche ihr Lehnherr und Be⸗ ſchuͤtzer biligte. Der Abt des Marienkloſters war hoͤchſt erbittert gegen dieſe Bemuͤhungen, und hatte oft gedroht, ſeine Lehnleute aufzurufen und jene Reſte der Ketzerei, die Burg Avenel anzugreifen und der Erde gleich zu machen; aber trotz ſeiner ohnmaͤchtigen Wuth, trotz der Abnei⸗ gung des Landes gegen die neue Lehre, fuhr Warden mit unablaͤſſigem Eifer in ſeinen Arbeiten fort und entzog dem roͤmiſchen Glauben immer mehr An⸗ haͤnger. Unter ſeine eifrigſten Zuhoͤrer gehoͤrte die alte Frau, und ihre Geſtalt war der Edelfrau ſeit einiger Zeit oft in der Vurgkapelle aufgefallen. Sie hatte ſchon mehrmahl gefragt, wer die ſtattliche Frau ſei, deren Aeußeres ſo wenig zu ihrem duͤrf⸗ tigen Anzuge paßte; aber die Antwort war immer geweſen, ſie ſei eine Englaͤnderinn, die ſich ſeit eini⸗ ger Zeit im Doͤrfchen aufgehalten, aber Niemand


