Teil eines Werkes 
3. Theil (1821)
Entstehung
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nach Lochleven, taͤuſchte ſie, wie Einige erzaͤh⸗ len, durch verſtellte Freundſchaft und ließ ſich von ihr bitten, die Regentſchaft anzunehmen; nach andern Berichten aber ſoll er ihr mit rau⸗ her Haͤrte ihr Betragen vorgeworfen, und die Ungluͤckliche, die bruͤderliche Geſinnungen von ihm erwartete, aufs Tiefſte gebeugt haben. Gleich nachher nahm er die Obergewalt an. Maria's Sohn war vorher ſchon zu Stirling gekroͤnt worden, und im Nahmen des einjaͤhri⸗ gen Kindes wurde nun der Staat verwaltet. Das bald nachher verſammelte Parliament be⸗ ſtaͤtigte alle jene Schritte, und auf das Zeugniß der erwaͤhnten Briefe an Bothwell, die man nun zum Vorſchein brachte, wurde Maria der Theilnahme an dem Morde ihres Gemahles beſchuldigt.

Der Regent herrſchte nun zwar mit unge⸗ ſtoͤrter Gewalt, aber uͤberall gab es viele heim⸗ liche Unzufriedene, die ſich immer mehr zu ver⸗ ſtaͤrken ſuchten. Dazu gehoͤrten beſonders die Anhaͤnger des Hauſes Hamilton, deſſen Haupt, der Herzog von Chatelherault, nach Ma⸗ ria der nachſte Thronerbe war, und daher ein

unbezweifeltes Recht auf die Regentſchaft zu ha⸗

ben glaubte. Maria's harte Gefangenſchaft regte

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