durch Geld und Verwendungen in der Armee vorwärts; allein mein vermeintlicher Vater hatte sich, glaub' ich, lange mit dem Plan getragen, daſs er sich vermählen wolle, wenn er ihn gleich nie ausführte.“
Ihrvermeintlicher Vater, sagen Sie?5— Woher vermuthen Sie denn, daſs Herr Geraldin Neville nicht Ihr wirklicher Vater war 5
«Ich bin überzeugt, Herr Oldbuck, dafs Sie eine so zarte Saite nicht berühren würden, um eine blose Neugier zu befriedigen. Daher will ich Ihnen offen gestehen, dafs ieh im vorigen Jahre, als wir eben eine kleine Stadt im Fran- zösischen Flandern besetzt hatten, in einem Klo- ster, in dessen Nähe ich einquartirt war, ein Frauenzimmer fand, das auffallend gut Englisch sprach. Sie war eine Spanierin, Theresa d'Acunha mit Namen. Im Foritgange unsrer Bekanntschaft entdeckte sie, wer ich war, und gab sich mir selbst als die Person zu erkennen, die mich als Kind gepflegt hatte. Sie lieſs mehr als einmal Winke über den Rang fallen, der mir ganz un- streilig gebühre, und über das mir zugefügte Un- recht, wobey sie mir zugleich weitere Aufklä- rung versprach, im Fall eine Dame in Schottland mit Tode abgehen sollte, bey deren Lebzeiten sie das Geheimniſs durchaus bewahren müsse. Sie deutete ebenfalls darauf hin, dafs Herr Ge- raldin Neville nicht mein Vater sey.— Wir


