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wegen Lord Evandales Tod tief trauerten. Dar- auf vermählten sie sich.“
«Ich hoffe, nicht ohne die Einwilligung der Frau Mangarethe, Herr Pattieson. Ich liebe die Bücher, welche jungen Leuten pflichtschul- digen Gehorsam gegen ihre Eltern lehren. In einem Roman miüssen sie sich ohne den Willen derselben verlieben, weil dies zur Verwicklung der Geschichte durchaus nothwendig ist, aber zuletzt müssen sie so glücklich seyn, ihre Ein- willigung zu bekommen. Selbst der alte Del- ville nahm Cecilien auf, obwohl sie die Tochter eines Mannes von niedrer Geburt war“*).
Eben so, Mademoiselle, ward auch Frau Margareihe bewogen, Morton als Sohn anzu- erkennen, obwohl der alte Covenanter, sein Vater, ihr eine Zeitlang sehr schwer auf dem Herzen lag. Edithe war ihre einzige Hoffnung, und sie wünschte sie glücklich zu sehn. Morton, oder Melville-Morton, wie er allgemeiner ge- nannt ward, genofs in der Welt eines so hohen Rufes und war in jeder Hinsicht eine so vor- zügliche Parthie, daſs sie ihr Vorurtheil bey Seite setzte, und sich mit dem Gedanken tröstete, dafs die Ehen im Himmel geschlossen werden,
*) Ceeilie, ein beliebter Roman der Frau Burney:


