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Morton fühlte sein Herz erkrankt, als er dies entsetzliche Schauspiel mit ansah, und in den plutigen Häuptern und noch elendern und angst- vollern Zügen der Lebenden, Gesichter erkannte, die er während des kurzen Aufstandes täglich gesehen hatte. Verwirrt und betäubt sank er in einen Stuhl zuriück, bis Luthberts Stimme ihn wieder zu sich brachte.
«Gott sey uns gnädig, lieber Herr!» sagte der arme Mensch, und schlug mit den Zähnen zusam- men wie ein Nuſsknacker, seine Haare standen empor wie Eberborsten, und sein Gesicht war bleich:«Gott sey uns gnädig, wir müssen so- gleich vor den Staatsrath. Ach du mein Cott, was haben nun so viele grofse, adliche Herren davon, dafs sie so einen armen Schlucker holen lassen, wie ich bin! Und da kommt meine Mutter von Clasgow auch her trottirt, und will sehn, wie ich Zeugniſs ablege, wie sie's nennt, das heiſst, wie ich bekenne und gehängt werde. Aber der Teufel soll mich holen, wenn sie dies- mal so einen Esel aus mir machen, wenn ich anders aus der Patsche kommen kann. Da kommt Claverhouse selber! Gott sey uns gnädig und behüte uns! sag' ich noch einmal!“
«Ih müfst gleich nach dem Staatsrath, Herr Morton,» sagte Claverhouse, der, während Luth- bert sprach, hereingetreten war,« und Euer Diener muſs Euch begleiten, Ihr braucht nichts


