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denschlag, keine Glocke, die nicht irgend Einem zu Crabe läutet. Und warum sollen wir anstehn, Andern die Spanne zu verkürzen, oder übertrie- ben ängstlich sorgen, unsere eigne zu verlängern? Es ist ja alles nur ein Glücksspiel. Mit der Stunde der Mitternacht solltet Ihr sterben. Sie hat geschlagen— Ihr lebt und seyd frey, und das Loos ist auf jene Menschen gefallen, die Euch ermorden wollten. Es ist nicht die Angst des letzten Augenblicks, woran es der Mühe werth ist, zu denken bey einem Ereigniſs, das doch einmal kommen muſs, und das wir jeden Augen- blick zu erwarten haben— es ist das Andenken, das der Krieger zurückläſst, gleich dem langen Lichtstrahl, welcher der gesunknen Sonne folgt; das ist alles, was der Sorge werth ist, und was den Unterschied macht zwischen dem Tode des Tapfern und des Unedlen. Wenn ich an den Tod denke, als an eine Sache, die des Darandenkens werth ist, so ist es in der Hoffnung, einst auf einem tapfer erkämpften, schwer errungenen Schlachtfelde zu liegen, und zu sterben mit dem jubelnden Siegesgeschrey im Ohr— das, mein lieber Morton, ist werth, dafür zu sterben, ja, was mehr ist, es ist werth, dafür gelebt zu haben!*
In dem Augenblick, wo Graham von Claver-
house diese Gefühle aussprach, und sein Auge von der kriegerischen Begeisterung glänzte, die-
einen vorherrschenden Zug seiner Sinnesweise


