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Ich weiſs wohl, Ihr hört's nicht gern, gnädi- ges Fräulein,“ antwortete Hannchen dreist;«und für mich ist's auch keine Freude eben, es zu sagen; aber spät oder frühe müſfst Ihr’'s doch erfahren, und das ganze Schlols ist voll davon.»
«Voll P Wovon, Hannchen? Willst Du mich unsinnig machen b“ rief Edithe ungeduldig.
«I nu, daſs Heinrich Morton von Milnwood bey den Aufrührern ist, und einer ihrer Haupt- anführer.“
Das ist eine Lüge,“ rief Edithe, eine ab- scheuliche Verläumdung! Und Du bist sehr dreist, daſs Du wagst, sie mir zu wiederholen. Heinrich Morton ist unfähig, eine solche Ver- rätherey zu begehen an König und Vaterland— solche Grausamkeit an mir! an— an allen den unschuldigen und wehrlosen Opfern, mein' ich, die in einem Bürgerkriege leiden müssen. Ich sage Dir, er ist es nicht im Stande, durchaus nicht!“
Ey Du liebe Zeit, gnädiges Fräulein,“ ant- wortete Hannchen, ohne sich irre machen zu lassen,«wer so genau wissen will, was junge Menschen im Stande sind, und was nicht, der muſs besser bekannt mit ihnen seyn, als ich bin, oder je werden mag. Aber seht, der Reiter Hal- liday und ein andrer Kerl sind drauſsen gewesen, mit Mützen über den Ohren und mit grauen Mänteln, wie Landleute, zu reconnätriren, nennt's


