27 ein abtrünniger Ritter muſs, erwiederte Lord Evandale lächelnd. Ich schlug den Weg ein, auf dem ich am wenigsten den Feinden zu be- gegnen glaubte, und fand mehrere Stunden lang Obdach— Ihr rathet schwerlich, wopo
Im Schlofs Bracklan vielleicht, sagte Frau Margarethe,«oder bey einem andern treuge- sinnten Edelmanne P
«Nein, gnädige Frau! Ich ward in mehr als einem Hause der Art unter diesem oder jenem armseligen Vorwande abgewiesen, aus Furcht, dafs der Feind mir auf der Spur sey. Aber ich fand Zuflucht in der Hütte einer armen Wittwe, deren Mann in den letzten drey Monaten durch eine Schaar unserer Reiter erschossen worden, und deren beyde Söhne in diesem Augenblicke bey den Aufrührern sind.“
Wirklich P“ fragte Frau Margarethe. Und war ein fanatisches Weib solcher Grofsmuth fähig? Aber vermuthlich miſsbilligte sie die Glaubensmeinungen der Ihrigen?n
«Nichts weniger, gnädige Frau,“ entgegnete Evandale.„Sie war in ihren Grundsätzen eine strenge Pietistin; allein sie sah meine Gefahr und Noth, erblickte in mir den Nebhenmenschen„ und vergafs, dafs ich ein Edelmann und ein Soldat war. Sie verband meine Wunden und erlaubte mir, auf ihrem Bette zu ruhen. Sie verbarg mich einem Haufen Aufrührer, der die Umherschwei-


