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gemacht, lieber Oheim, einen verwundeten Ge- fangenen,“ rief ihm Edithe enigegen, und er will uns wieder entschlüpfen. Ihr müßfst uns helfen, ihn mit Gewalt zu halten.“
«Lord Evandale!“» sprach der alte Krieger. aIch freue mich so sehr Euch zu sehen, als wie ich mein Officierpatent bekam. Claverhouse er- zählte, Ihr wäret geblieben, oder wenigstens vermifst.
Ich würde getödtet seyn, wenn Euer Freund nicht gewesen wäre,“ erwiederte Lord Evandale, nicht ohne Bewegung und mit niedergeschlagenen Augen, als wünschte er zu vermeiden, den Ein- druck zu sehen, den seine Worte auf das Fräu- lein machen würden:„Ich war ohne Pferd und wehrlos, und das Schwert schon erhoben, das mich in jene Welt schicken sollte, als der junge Morton, der Gefangene, für den Ihr Euch gestern morgen verwendetet, sich auf die edelmüthigste Weise dazwischen warf, mein Leben erhielt und mich in den Stand setzte, zu entkommen.“
Als er diese Worte gesprochen, überwältigte eine peinliche Neugier seinen ersten Entschluls. Seine Augen fielen auf Edithens Gesicht, und er glaubte in der Cluth ihrer Wange und dem Leuchten ihres Auges die Freude zu lesen, daſs ihr Geliebter sicher und frey sey, und froh- locken„daſs er in dem Weitstreit der Groſsmuth nicht zurückgeblieben. Dies waren auch wirk-


