Teil eines Werkes 
40. Bändchen, Der Alterthümler : Roman in vier Theilen : 3. Theil (1823) The antiquary
Entstehung
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dern Lichte darstellten, als ihn der Leser bisher gesehen hat.

In einer geheimen Tasche des Buches, die Morton nur mit Mühe entdecktebefanden sich einige, von einer schönen Frauenhand geschrie- bene Briefe. Sie waren gegen zwanzig Jahre alt, ohne Aufschrift, und nur mit Anfangsbuchstaben unterzeichnet. Morton hatte keine Zeit, sie auf- merksam durchzulesen, eine flüchtige Durchsicht sagte ihm jedoch, dafs sie zierliche, aber zärt- liche Ausdrücke weiblicher Liebe enthielten, an einen Mann gerichtet, dessen Eifersucht sie be- sänftigen sollten, und über dessen ungestüme, argwöhnische, heftige Gemüthsart sie sanft klag- ten. Die Dinte der Handschrift hatte die Zeit gebleicht, und trotz der groſsen Sorgfalt, die sichtlich auf ihre Erhaltung gewendet war, war sie an einigen Stellen ganz unleserlich geworden.

Es thut nichts, stand auf dem Umschlag derer, die am meisten beschädigt waren, ge- schrieben,«ich weiſs sie auswendig.

Bey diesen Briefen lag eine Haarlocke einge- wickelt, in ein mit Versen beschriebenes Blatt, welche, nach Mortons Meinung, so viel Empfin- dung aussprachen, dafs man mit ihrer altfränki- schen Steifheit und ihren gezierten Wendungen, welche dem Geschmack des Zeitalters angehörten, sich leicht versöhnte: