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Bucher, Zeichnungen, Briefe wurden gewechselt, und jeder unbedeutende, gegebene oder vollzo- gene Auftrag veranlafste einen neuen Briefwechsel. Von Liebe war zwischen ihnen freylich noch nicht die Rede gewesen, aber jeder kannte den Zustand des eignen Herzens, und konnte den des andern nur errathen. Unfähig, einen Umgang abzubrechen, der für beyde so viel Reiz hatte, aber zitternd vor seinen nur zu wahrscheinlichen Folgen, hatten sie ihn ohne ausdrückliche Er- klärung bis jetzt fortgesetzt, wo das Schicksal das Ende selbst in die Hände genommen zu haban schien.
— war eine natürliche Folge dieser Lage der Diuge und des Miſstrauens, das Morton in dieser Zeit gegen sich selbst fühlte, dafs sein Vertrauen auf Edithens Gegenliebe oft erschüttert ward. Ihre Lage war um so viel glänzender, ihr Werth so anerkannt, ihre Vorzüge so mannichfaltig, zhr Aeusseres so reizend, ihr Betragen so bezau- bernd, daſs er nicht umhin konnte zu fürchten, ein Freyer, durch das Glück begünstigter als er, und Edithens Verwandten annehmlicher, als er zu seyn hoflen durfte, möchte zwischen ihn und die Geliebte treten. Ein allgemeines Gerücht stellte ihm diesen Nebenbuhler in Lord Evandale entgegen, und die Herkunft, der Reichthum, die Verbindungen und politischen Grundsätze des- selben, macl n-ihn so wahrscheinlich zu einem


