Teil eines Werkes 
39. Bändchen, Der Alterthümler : Roman in vier Theilen : 12. Theil (1823) The antiquary
Entstehung
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an, die zugleich Ehrerbietung und rege Thell- nahme ausdrückten:

«Wir sollen Euch verlassen,“ sagte er, inden er ihre Hand ergriff, und mit groſser Bewegung drückte:«Euch verlassen, und einem Abentheuer entgegengehn, das nicht ohne Gefahr ist. Lebt wohl, mein theures Fräulein— meine geliebte Edithe.— Lafst mich Euch zum ersten, und vielleicht zum letzten Mal so nennen! Wir tren- nen uns unter Umständen, die so ungewöhnlich sind, daſs sie wohl einige Feyerlichkeit des Ab- schieds entschuldigen dürfen von Euch, die— ich so lange gekannt habe, die— ich so tief verehre!“

Sein Benehmen schien, mit den Worten nicht ganz übereinstimmend, ein tieferes, bewegteres CGefühl auszudriicken, als in seiner Rede lag. Kein weibliches Herz hätte von dem bescheidnen und tiefempfundnen Ausdruck seiner Zärtlichkeit ganz ungerührt bleiben können. Auch Edithe, wie sehr sie das Unglück und die drohende Ce- fahr des Mannes, den sie liebte, niederbeugten, ward innig bewegt durch die hoffnungslose und ehrfurchtsvolle Leidenschaft des trefflichen Jüng- lings, der jetzt von ihr schied, um ungewöhn- lichen Fährlichkeiten entgegen zu eilen.

Ich hoffe, sagte sie— ich verlasse mich fest darauf, es hat keine Cefahr. Ich hoſffe, es ist keine Veranlassung zu so feyerlichem Abschiede.