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Die Strenge seiner Sinnesweise und die herr- schenden Eigenschaften eines unerschrocknen und unternehmenden Muthes, den selbst seine Feinde in ihm anzuerkennen gezwungen waren, lagen unter einem Acussern verborgen, das sich mehr für den Hof und für Tanzsälc, als für das Feld- lager zu eignen schien. Dieselbe Milde und Hei- terkeit des Ausdrucks, die in seinen Züigen herrschend war, schien aus seinen Bewegungen und Sitten zu sprechen, und im Ganzen hätte man ihn beym ersten Anblick mehr für einen Geweihten des Vergnügens, als des Ehrgeizes halten sollen. Aber unter diesem sanften Keus- sern lag ein Geist verborgen, der, unbegränzt in seinem Wagen und Streben, dennoch besonnen und vorsichtig war, wie der Machiavell's. Er- fahren in den Geheimnissen der Staatskunst, und daher an jene Miſsachtung der Rechte des Ein- zelnen gewöhnt, welche ihre Ränke fast immer entstehen machen, war er kalt und gefatst in
der Gefahr, heftig und feurig in der Verfolgung
des Sieges, den Tod selber nicht fürchtend, und ohne Erbarmen Andere ihm weihend. Solche Charactere bilden sich in den Zeiten bürger- licher Zwietracht, wo die herrlichsten Eigen- schaften, durch Partheygeist verderbt, und durch steten Widerstand entflammt, nur zu oft mit Lastern und Ausschweifungen verbunden sind, die sie zugleich ihres Verdienstes und ihres Glan- zes berauben..


