Teil eines Werkes 
38. Bändchen, Der Alterthümler : Roman in vier Theilen : 1. Theil (1823) The antiquary
Entstehung
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fesselt gehalten, sich, wie sich es trifft, in Ge- schrey, Gesang und Gelärm aussprechen hören, wenn die kleinen Buben auf den Dorſplätzen in Haufen zusammentreten und die Spicle für den Abend verabreden. Aber Einer ist unter ihnen, der das Gefühl der Erlösung bey der Beendigung der Schule theilt, dessen Empfindungen jedoch dem Auge des Beobachters weniger bemerklich, und weniger geeignet sind, seine Theilnahme zu erregen. Ich meine den Lehrer selbst, der, von dem Cetöse betäubt, fast erstickt in der engen, dumpfen Schulstube, den ganzen Tag zugebracht

hat(er allein, gegen ein Heer), den Muthwilligen

zu zähmen, den Trägen zur Thätigkeit zu reizen, den Dummen klug zu machen, und den Trotzigen geschmeidig; und dessen Ceist durch das Anhören desselben traurigen, hundertmal auswendig wie- derholten, und nur durch die verschiedenen Feh- ler der IHersager veränderlen, Textes, verwirrt und erschöpft ist. Selbst die Blüthen des klassi- schen Genius, an denen die Phantasie des Ein- samen sich am liebsten ergötzte, sind ihm herab- gewürdigt, weil sie in seiner Einbildungskraft sich mit Thränen Fehlern und Strafe verbinden, so daſs er die Eklogen Virgils und die Oden des Horaz nur noch in der abgeschmackte Cestalt, und in dem eintönigen Vortrag eine heulenden Schuljungen kennt. Kommt nun zu diesem Seelenleiden noch ein zarter Körper, und

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