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gen. Es ist ein ganz anderer Fall, als wie bey unser Einem, der schlafen kann, wo er will, ohne dafs es ihm was schadet.— Steht auf, Herr Lovel, und nehmt Euch zusammen. Ich denke, mit dem Capitain steht's am Ende so schlecht nicht, als es aussieht; und dann— seyd Ihr doch nicht der Erste, dem ein solches Unglück begegnet ist! Ich habe manchen Menschen töd- ten sehen— hab' auch wohl selbst mitgeholfen, obgleich kein Streit zwischen uns statt fand; und wenn es nichts Unrechtes ist, Menschen zu töd- ten, mit denen wir nicht in Zwist leben, aus keiner andern Ursache, als weil sie ein andres Feldzeichen tragen, und eine andere Sprache re- den, so seh' ich eben nicht ein, warum man ei- nem Menschen nicht verzeihen sollte, der seinen Feind tödtet, welcher bewaffnet im Felde er- scheint, und zwar in der Absicht, ihn um'’s Le- ben zu bringen. Daſs es recht sey, will ich nicht behaupten! Bewahre der Himmel! auch nicht, dafs es keine Sünde wäre, etwas zu nehmen, was man nicht ersetzen kann— und das ist doch der Odem des Menschen, der durch die Nase aus- und eingeht— aber es ist doch eine Sünde, bey der man Vergebung hoffen darf, wenn man sie aufrichtig bereut. Wir sind ja alle sündige Men- schen; indefs— wenn Ihr einem alten, grauen Sünder glauben wollt, der des Uebels viel auf der Welt geschen hat— die heil'ge Schrift ent-


