Teil eines Werkes 
7. Band (1851) Guy Mannering oder: Der Astrolog : ein Roman / von Walter Scott ; neu übersetzt von Oelckers
Entstehung
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„Daß der Teubel dich Schreihals!“ dies waren die erſten articulirten Worte,„ſoll ich vor deinem Gekläff nicht hören, was der Mann draußen will?“

„Bin ich weit von Kippletringan, gute Frau!“

„Von Kippletringan!!!“ rief die Frau im Tone des höchſten Erſtaunens, den wir nur ſchwach durch drei Ausrufungszeichen aus⸗ drücken können;„Du meine Güte! da hättet ihr euch rechts halten müſſen, wenn ihr nach Kippletringan wollt— da müßt ihr zurück bis zur Höhe und dann immer im Hohlweg fort, bis ihr nach Bal⸗ lenloan kommt, und hernach”“—

„Das bin ich nicht im Stande, gute Frau! Mein Pferd iſt ſchon ganz entkräftet— könnt ihr mir nicht ein Nachtquartier geben?“

„Das kann ich wirklich nicht— ich bin ein einſames Weib, denn der Jacob iſt mit den Jahrkälbern nach Drumshourloch und ich darf die Thür um alle Welt nicht ſo nem Springinsfeld öffnen.“

„Aber was ſoll ich dann anfangen, gute Frau? Ich kann doch hier nicht die Nacht durch auf offner Straße ſchlafen.“

„Ja, da weiß ich keinen andern Rath, außer ihr geht nach dem Hofe drüben. Sie nehmen euch da gewiß auf, mögt ihr vornehm ſein oder ſimpel.“

„Simpel genug, daß ich zu ſolcher Zeit der Nacht hier wan⸗ dere,“ dachte Mannering, der die Bedeutung jener Redensart nicht kannte;„aber wie ſoll ich nach dem Hofe kommen, wie ihr es nennt!“

„Ihr müßt euch beim Kreuzwege rechts halten, und dann immer entlang”“—

„ O, wenn ihr mir wieder mit rechts und links kommt, ſo bin ich verloren!— Iſt niemand da, der mich zu jenem Hofe führen könnte! ich will ihn gut bezahlen.“