51
vernahm, und kaum war er ans Fenſter getreten, als er mit dem Rufe:„Nachrichten vom Heere!« auf die Straße hinab eilte, wo ein Kriegsmann, der allem Anſcheine nach ſcharf geritten war, nach den Philipſons fragte. Leicht erkannte er in ihm Colvin, der das Geſchütz beim burgundiſchen Heere befehligte. Sein ver⸗ ſtörter Blick verrieth Niedergeſchlagenheit, ſein unor⸗ dentlicher Anzug, und die zerbrochene, blutige Rüſtung ließ vermuthen, daß er von einem Schlachtfelde komme, und ſein Pferd war ſo erſchöpft, daß es ſich kaum noch auf den Beinen halten konnte. Der Zuſtand des Rei⸗ ters war nicht viel beſſer; als er abſtieg um Arthur zu grüßen, ſchwankte er ſo ſehr, daß er, wenn ihm dieſer nicht ſogleich beigeſprungen wäre, gefallen ſeyn würde. Sein gläſernes Auge ſchien die Sehkraft ver⸗ loren zu haben, nur mit Mühe bewegten ſich ſeine Füße, und mit halb erſtickter Stimme ſtammelte er,„'s iſt nur Ermüdung— Mangel an Ruhe und Nahrung.“
Arthur führte ihn ins Haus, und es wurden ihm Erfriſchungen vorgeſetzt, aber er nahm nichts an, als eine Flaſche Wein, und nachdem er dieſen gekoſtet, ſetzte er das Glas nieder, warf einen traurigen Blick auf den Graf und ſagte:„der Herzog von Burgund!“
„Erſchlagen?“ rief der Graf;„ich hoffe nicht.“
„Ihm wäre beſſer, er wäre es,“ erwiederte Colvin; „aber er hat Schmach erlitten vor dem Tode.“
„Alſo geſchlagen?“ fragte Oxford.
„So vollſtändig und furchtbar, daß alle Niederla⸗
4*½ „v


