. 23 und wenigſtens noch 5000 Deutſche und Lothringer. Wir hörten, daß der Burgunder 60,000 Mann im Felde habe, zugleich aber auch, daß er unſere Brüder aufge⸗ hängt wie Hunde, und unter uns— ich meine die Eid⸗ genoſſen,— war Keiner, der zurück blieb, wo es galt, ſie zu rächen. Ich wollte, Ihr hättet das Geſchrei der 15,000 Schweizer gehört, wie ſie gegen die Henker ih⸗ rer Brüder geführt zu werden verlangten! Mein Vater ſelbſt, der wie Ihr wißt, gewöhnlich für den Frieden ſo eingenommen iſt, gab jetzt das erſte Zeichen zur Schlacht. So zogen wir, als der Morgen graute, au dem See hinab gen Granſon, Thränen in den Augen, in der Hand die Waffen, und entſchloſſen, den Tod zu
holen oder Rache. Wir kamen an einem Hohlweg zwi⸗
ſchen Vieux⸗Moreux und dem See; auf der Ebene zwi⸗ ſchen dem Berg und dem See hielten Reiter, und ein ſtarker Haufen Fußvolk am Berge. Der Herzog von Lothringen mit den Seinigen griff die Reiter an, wir erſtiegen den Berg, um das Fußvolk zu vertreiben. Dieß war das Werk eines Augenblicks. Jeder von uns war auf den Felſen wie zu Hauſe, des Herzogs Leute aber wußten ſich nicht zu helfen, wie Ihr, Arthur, da Ihr auf den Geierſtein kamt. Aber hier waren keine freundliche Dirnen, ſie hinabzugeleiten; nein— Picken, Partiſanen und Hellebarden ſtießen ſte von den Höhen. Die Reiter, von den Lothringern gedrängt, flohen, als ſie uns in iyrer Flanke ſahen, ſo weit ihre Pferde ſie trugen. Nun vereinigten wir uns wieder auf der Ebene, in buon campagna, wie die Wälſchen ſagen, „v


