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Ein anderer Umſtand war ihm noch unangenehmer, Yolande, eine Tochter von ſeiner erſten Gemahlin Iſa⸗ bella, hatte ihre Anſprüche an das Herzogthum Lothrin⸗ gen auf ihren Sohn Ferrand, Graf von Vaudemont übertragen,— ein feuriger, muthiger Jüngling, der gerade mit dem, wie es ſchien, verzweifelten Unter⸗ nehmen umging, ſeine Anſprüche gegen den Herzog von Burgund zu behaupten, der mit wenigerem Recht, aber größerer Macht das reiche Herzogthum beſetzte, welches er als Mannslehen zurückforderte. Dabei wußte der unglückliche René, daß ſein Neffe, Ludwig von Frankreich, und ſein Vetter, der Herzog von Burgund, um den Theil der Provence, der noch in ſeinem Beſitze war, insgeheim ſich ſtritten, und er es nur ihrer Ei⸗ ferſucht auf einander zu danken hatte, daß ihm nicht auch dieſes letzte Ueberbleibſel ſeines Gebiets entriſſen wurde. Bei all dieſem Unglücke jedoch gab Renèé Feſt⸗ mahle, tanzte, ſang, dichtete, zeichnete und malte mit einer nicht gewöhnlichen Geſchicklichkeit, und ſuch⸗ te, ſo viel er vermochte, Frohſinn und heitere Laune unter ſeinen Unterthanen zu erhalten, weil er ihnen keinen dauernden Wohlſtand ſichern konnte. Daher nannte man ihn nie anders, als den guten König René,— ein Name, der ſich bis auf den heutigen Tag erhalten hat, und auf den er ſich durch die Eigen⸗ ſchaften ſeines Herzens, wenn auch nicht durch die ſei⸗ nes Geiſtes, ein Recht erwarb.
Während Arthur von ſeinem Führer mit René's Charakter bekannt gemacht wurde, kamen ſie über die


