Teil eines Werkes 
160. Bändchen = Neue Folge, 10. Bändchen, Karl der Kühne, oder: Die Tochter des Nebels : historische Novelle : 4. Theil (1830) Anne of Geierstein or The maiden of the mist
Entstehung
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43. Jünglingen und Jungfrauen das natürliche Recht ent⸗ zieht, Hand und Herz nach ihrem Willen zu verſchen⸗ ken, ſo wollte ich lieber in Deutchland leibeigen ſeyn, Nun Fräulein, Ihr ſeyd ſonſt ſo weiſe, ſagt an, was iſt zu thun? Gott weiß es, ich habe den jungen Mann hieher gebracht, in der Hoffnung, Euer Zuſammenſeyn würde einen glücklichen Ausgang haben, aber freilich könnt Ihr nicht heirathen, wenn er nicht um Euch freit. Aber eine andere Frage iſt, ob wir ihn wieder fortſchicken ſollen, daß er von den Knechten des Rhein⸗ grafen erſchlagen wird, und doch weiß ich nicht, wie wir ſeiner auf andere Art los werden können.“

»„So laß ihn durch Wilhelm bedienen, und ſorge, daß ihm nichts abgeht, es iſt am Beſten, wenn wir uns gar nicht ſehen.“

„Gut, aber was ſoll ich ihm von Euch ſagen? zum Unglück habe ich ihm geſagt, daß Ihr hier ſeydl“

„Wie unbeſonnen! doch, warum ſoll ich Dich ſchel⸗ ten, da ich mir denſelben Vorwurf zu machen habe? Ich ließ meine Einbildungskraft ſich zu viel mit dieſem jungen Mann und ſeinen Vorzügen beſchäftigen, aber ich will Dir zeigen, daß ich über dieſe Thorheit erha⸗ ben bin, und in meinem eigenen Fehler keinen Grund ſuche, die Pflichten der Gaſtfreundſchaft zu umgehen. Laß ein Mahl bereiten, Annette, Du ſollſt mit uns eſſen und ſehen, daß ich mich benehme, wie es einem deutſchen Edelfräulein und einem Schweizermädchen ziemt. Zuerſt aber gib mir ein Licht und friſches Waſ⸗ ſer, denn ich muß meine Augen waſchen, die ſonſt zu