Teil eines Werkes 
160. Bändchen = Neue Folge, 10. Bändchen, Karl der Kühne, oder: Die Tochter des Nebels : historische Novelle : 4. Theil (1830) Anne of Geierstein or The maiden of the mist
Entstehung
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31 Wir halten uns gegenwärtig im Schloſſe eigentlich verſteckt, doch iſt es durch die Gerüchte, die über das⸗ ſelbe im Umlauf ſind, zur Genüge geſichert.

Und Ihr wagt es dennoch, dort zu wohnen? fragte Arthur, und gedachte deſſen, was ihm Rudolph von den Baronen von Arnheim und dem Aufhören der männlichen Linie erzählt hatte.

Vielleicht, entgegnete Annette,ſind wir mit der Urſache jener Gerüchte zu bekannt, als daß ſie Eindruck auf uns machen konnten, vielleicht haben wir beſondere Mittel, dem zu trotzen, wovor Andere ſich fürchten, vielleicht auch, und dieſe Vermuthung iſt nicht die un⸗ wahrſcheinlichſte, bleibt uns kein anderer Zufluchtsort. Ihr ſeyd, wie es ſcheint, gegenwärtig in demſelhen Falle, denn die Sonne zieht ihre Strahlen nach und nach von den fernen Bergen zurück, und wenn Ihr nicht auf Arnheim bleiben wollt, ſo habt Ihr vielleicht noch manche Stunde zu machen, bis Ihr ſicheres Ob⸗ dach findet.

Mit dieſen Worten trennte ſie ſich von Arthur, und ſchlug mit dem Vogelſteller, der ihr folgte, einen ſehr ſteilen, aber kurzen Fußpfad ein, der in gerader Linie an das Schloß führte, nachdem ſie den Fremden auf einen breiteren Weg gewieſen hatte, der zwar weiter, aber bequemer eben dahin führte.

Bald hielt er vor der Südſeite des Schloſſes Arn⸗ heim, das noch viel größer war, als er es ſich nach Rudolphs Beſchreibung und nach dem Anblick aus der Ferne gedacht haͤtte. Es war zu verſchiedenen Zeiten