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Er ſchien wenigſtens fünfzig Jahre zu haben, war wohl gebaut, noch rüſtig für ſein Alter, und hatte ein Ge⸗ ſicht, das, ohne gerade abſtoßend zu ſeyn, doch auch durchaus nichts Anziehendes hatte. Der Ausdruck ſei⸗ ner Augen verrieth Schlauheit, und die Lebhaftigkeit ſeiner Bewegungen contraſtirte oft gegen das heilige Weſen, das er angenommen hatte. Dieſen Unterſchied zwiſchen Tracht und Geſichtsbildung fand man oft un⸗ ter Leuten ſeines Gewerbes, das Viele trieben, mehr um dem Müßiggang nachhängen zu können, als aus frommem Antrieb.
„Wer ſeyd Ihr,“ fragte ihn Philipſon,„welchen Namen ſoll ich Euch geben, gährend wir zuſammen reiſen?«
„Bruder Barthel,“ war des Führers Antwort,„ich könnte Bartholomäus ſagen; allein es ziemt einem ar⸗ men Laienbruder, wie ich bin, nicht, einen gelehrten Namen zu führen.“
„Und was iſt denn das Ziel Eurer Reiſe, Bruder Barthelz?“
„Daſſelbe, wie das der Enrigen, Herr, ich begleite Euch überall, wo meine Dienſte als Führer Euch von Nutzen ſeyn können, vorausgeſetzt, daß Ihr mir Zeit laſſet, an den heiligen Orten, durch die wir kommen, meine Andacht zu verrichten.“
„Eure Reiſe hat alſo kein beſtimmtes Ziel, noch einen dringenden Grund?“
„Ja, Herr, ich habe ein Gelübde gethan, vier Jahre lang von einem heiligen Orte zum andern zu pilgern,


